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Impfungen

Plant man einen Aufenthalt in Tansania, sollte man sich frühzeitig über Impfungen Gedanken machen.

Du findest hier eine kurze Übersicht von möglichen Infektionskrankheiten, gegen die eine Impfung / Prophylaxe möglich ist.

Nur von manchen Krankenkassen werden die Kosten für private Reisen erstattet.

Bitte beachte, dass diese Seite keine individuelle Beratung durch einen Arzt ersetzen kann. Wir empfehlen grundsätzlich sich rechtzeitig an ein tropenmedizinsches Institut oder Arzt zur Beratung und Impfung zu wenden.

Impfbuch

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Malaria

Eines vorweg: Eine Impfung gibt es nicht, aber eine Prophylaxe ist möglich und dringend empfohlen!

Vor allem in der Regenzeit ist die Ansteckungsgefahr enorm groß.

Die Plasmodien, Erreger der Malaria, können neben sehr hohen Fieber auch zu Mikroembolien, z.B. Niereninfarkten, führen. Die Erkrankung verläuft dann über weitere Komplikationen potenziell tödlich.

Es gilt eine Infektion unter allen Umständen zu vermeiden!

1. Durch Repellents, d.h. imprägnierte Kleidung und Moskito-Netze und 2. durch eine medikamentöse Prophylaxe.

Eventuell kann eine "Stand-by"-Prophylaxe möglich sein, d.h. Medikamente werden erst bei Symptomen eingenommen.

Bitte auf jeden Fall rechtzeitig mit einem Tropenmediziner, z.B. an eurer Uniklinik, besprechen!

Gelbfieber

Bei Direkteinreise aus Deutschland ist eine Gelbfieberimpfung keine Pflicht.

Die Infektion kann in leichten Fällen nach drei bis vier Tagen wieder abklingen. In ungefähr 15 % der Fälle manifestiert sich eine zweite Phase der Krankheit mit einer Wiederkehr des Fiebers.

Diese zweite Phase, auch toxische Phase genannt, endet in 20 % aller Fälle tödlich.

Eine Impfung ist daher dringend empfohlen.

Hepatitis A Das Hepatitis A-Virus ist weit verbreitet und wird fäkal-oral übertragen, d.h. über unsaubere, kontaminierte Lebensmittel, wie Meeresfrüchte, Eiswürfel, Früchte.

Vorbeugend sollte man sich an den Spruch halten: "Cook it, boil it, peel it or leave it".

Eine Impfung wird bei allen Reisen in den "Süden" empfohlen. Eine Infektion heilt zu fast 100% folgenlos aus, kann aber den Spaß am Aufenthalt verderben.

Hepatitis B

Hepatitis B wird über Blut und Blutprodukte, sowie sexuell übertragen.

In Deutschland ist eine Impfung für alle Mitarbeiter im Gesundheitswesen empfohlen, die mit Blut oder Blutprodukten umgehen.

Eine Infektion heilt zu 95% aus, bei 5% jedoch wird die Infektion chronisch und kann eine Leberzirrhose oder Krebs (HCC) auslösen.

Wer noch keine Impfung hat, sollte diese dringend nachholen.

Tetanus

Der Wundstarrkrampf (Tetanus) wird von dem Bakterium Clostridium tetani verursacht. Die Bakterien finden sich ubiquitär im Erdreich. Eine Infektion erfolgt über verschmutzte Wunden.

In Deutschland ist die Tetanus-Impfung, meist in Kombination mit einer Diphterie-Impfung, eine STIKO-Empfehlung.

Eine Impfung hält 10 Jahre. Eine Auffrischung kann schon vor Ablauf der Frist erfolgen. Ein aktueller Schutz wird allen Reisenden dringend empfohlen.

Polio

Kinderlähmung (Polio) gibt es in Deutschland schon lange nicht mehr.

Das Poliovirus befällt die Nervenzellen des Rückenmarks und kann bleibende Lähmungen bis hin zum Tode verursachen.

Bei Reisen in Risikoländern ist eine Impfung empfohlen. In Tansania gibt es derzeit keine Neuerkrankungen, daher ist eine Impfung nicht zwingend nötig.

Tollwut

Das Rabiesvirus, der Erreger der Tollwut, wird von infizierten Tieren über deren Speichel übertragen. Zumeist über infizierte Hunde, die durch Errkankung besonders agressiv sind.

Es reicht einen Biss, aber auch das Belecken der Hand genügt, insofern die Haut nicht ganz intakt ist.

Das Virus verursacht eine Enzephalitis, welche die typischen Symptome auslöst. Eine etablierte Therapie gibt es nicht. Daher gilt noch heute, dass die Tollwut ausnahmslos tödlich verläuft.

Auch wenn die meisten Fälle in Indien auftreten, ist über eine Impfung gut nachzudenken.

Typhus

Die Krankheit wird durch das Bakterium Salmonella Typhi ausgelöst.

Die Übertragung erfolgt fäkal-oral.

Durchfall, Fieber, Kopfschmerzen und Bewustseinstörungen prägen die Klinik. Insgesamt eine sehr unangenehme Erkrankung.

Auch nach vermeintlicher Genesung, kann man die Salmonellen als Dauerausscheider mit nach Hause bringen und andere Menschen anstecken.

Tansania ist eine Hoch-Risikogebiet, daher ist neben guter Hygiene eine Impfung empfohlen.

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